Rechtsanspruch auf Arbeitslosengeld während der Familienhospizkarenz (Sterbebegleitung)

Die Familienhospizkarenz (im Gesetz als Sterbebegleitung bezeichnet) gibt ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit, sich für die Begleitung sterbender Angehöriger oder schwerst erkrankter Kinder bei aufrechtem Arbeitsverhältnis vorüber gehend karenzieren zu lassen.

Diese Form der Karenzierung ist für den/die ArbeitnehmerIn leider sehr schwer umsetzbar, da er für diese Form der Betreuung im sozialen Netz nur Ansprüche auf Sachleistungen (Krankenbehandlung, Medikamente, usw.) hat, aber keinerlei Form einer geldlichen Unterstützung. Es sollte daher ähnlich den Bestimmungen für die Bildungskarenz auch eine Geldleistung aus der Arbeitslosenversicherung gewährt werden.
Dazu kommt der Umstand, dass Familien deren Angehörige schwerst erkrankt sind sich auch in einem seelischen Ausnahmezustand befinden und als Zusatzbelastung sich noch finanzielle Schwierigkeiten entwickeln.

Aus diesem Grund wird die Sterbebegleitung heute kaum in Anspruch genommen.

Es ist höchst an der Zeit, auch für dieses sozialpolitisch wichtige Instrument die sozialen Grundlagen zur Umsetzung in der Gesellschaft zu schaffen.

Die Vollversammlung der AK Kärnten möge daher beschließen:

Die Arbeiterkammer Kärnten fordert die österreichische Bundesregierung auf, einen Anspruch auf Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung während der Sterbebegleitung bzw. Begleitung von schwerst erkrankten Kindern zu beschließen.

Dieser Antrag wurde von Daniela Deutsch eingereicht, am Freitag, 12. November 2010 in der Vollversammlung behandelt, und angenommen.

kaernten.arbeiterkammer.at/online/antrag-58070.html