Protestaktion gegen den Kahlschlag bei den Sozialmaßnahmen

Protestaktion der Grüne/UG zusammen mit den Grünen Kärnten gegen den Kahlschlag bei den Sozialmaßnahmen.

Mit einer außergewöhnlichen Aktion protestierten die Grünen heute vor der Kärntner Landesregierung gegen den Kahlschlag bei den Sozialmaßnahmen. „Der Heizkostenzuschuss wird gekürzt, das Schulstartgeld wird gekürzt, die Mindestsicherung wird gekürzt. Demgegenüber stehen rund 100.000 KärntnerInnen, die von Armut betroffen sind. BZÖ und ÖVP nehmen das Geld jenen Menschen weg, die es am dringendsten benötigen. BZÖ und ÖVP ziehen uns das letzte Hemd aus!, erklärt Barbara Lesjak, Landtagsabgeordnete der Kärntner Grünen.

5 Aktivisten zogen dabei wirklich ihr „letztes Hemd“ aus. Auf den Oberkörpern war in großen Lettern das Wort „ARMUT“ zu lesen.

„Besonders bedrohlich ist, dass nicht einmal mehr Arbeit vor Armut schützt. Mittlerweile gelten 28.000 KärnterInnen als ‚working poor‘, weil sie mit einem Bruttoeinkommen von weniger als 1.000 Euro auskommen müssen. Mindestens 2.100 Haushalte sind in Kärnten wegen Arbeitslosigkeit armutsgefährdet Das durchschnittliche Arbeitslosengeld und auch die durchschnittliche Notstandshilfe liegen unter der Armutsgefährdungsschwelle. Und was macht die BZÖ-ÖVP-Regierung? Sie bestrafen diese ArbeitnehmerInnen auch noch mit einer Kürzung der PendlerInnenförderung. Ich fordere die Regierung auf, diese Strafaktion sofort zurück zu nehmen“, so Kammerrätin Daniela Deutsch, Vertreterin der Grünen/UG in der Arbeiterkammer.

„Wir Grüne lassen es nicht zu, dass die Sozialleistungen in Kärnten weiter gestrichen werden. Ich fordere jeden einzelnen Abgeordneten im Kärntner Landtag auf, für die Umsetzung der Grünen Sozialanträge zu stimmen. Damit landet das Geld nämlich direkt bei den Menschen und nicht bei maroden Banken“, so Lesjak.

Siehe auch: kaernten.orf.at/stories/411498/

Veröffentlicht am Dienstag, 15. Dezember 2009 um 12:17