Grüne/Unabhängige GewerkschafterInnen: „Ohne Arbeitszeitverkürzung sind Rekordarbeitslosigkeit und Zunahme prekärer Beschäftigung nicht bewältigbar!“

Bei der Arbeiterkammer-Vollversammlung am Mittwoch, dem 3. Juni 2015, bringen die Grünen und unabhängigen GewerkschafterInnen Kärnten/Koroška (Grüne/UG)  einen Antrag zur Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich ein. „Massenarbeitslosigkeit und Prekarisierung der Arbeitsmarktsituation erfordern rasches Handeln“, so der Grüne Arbeiterkammerrat Günter Schwarz. Vor vierzig Jahren fand die letzte allgemeine, gesetzliche Arbeitszeitverkürzung auf 40 Stunden wöchentlich, 8 Stunden täglich, statt. „Eine langjährige Forderung der ArbeiterInnenbewegung wurde damals umgesetzt. Vierzig Jahre später ist es höchste Zeit, weitere Schritte in Richtung einer gerechteren Verteilung von Arbeit, Zeit und Geld zu setzen“, so Schwarz.

Birgit Niederl, Landessprecherin der Grünen/UG, fordert rasche und entschlossene Schritte in Richtung einer 30-Stunden-Woche als neuen Normalarbeitszeitstandard bei vollem Lohn- und Personalausgleich ein, um die dramatisch steigende Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen. Außerdem kritisiert Niederl die derzeit ungerechte Verteilung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit: „Insgesamt wird die unbezahlte Arbeit zu zwei Dritteln von Frauen erbracht, bei erwerbstätigen Frauen liegt der Anteil immer noch bei 62,6%.“

 Bestätigt in ihrer Forderung nach einer umfassenden Arbeitszeitverkürzung in Richtung einer 30-Stunden-Woche und eines 6-Stunden-Arbeitstags sieht sich Klaudia Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG: „Wer gegen Arbeitszeitverkürzung  ist, meint es entweder mit dem Kampf gegen Prekarisierung und Arbeitslosigkeit nicht ernst, oder nimmt bewusst Arbeitslosigkeit und Verelendung in Kauf, um ArbeitnehmerInnen und Gewerkschaften klein zu halten“, so Paiha.

Veröffentlicht am Dienstag, 2. Juni 2015 um 13:34