Antrag auf Anspruch von Krankengeld während der Familienhospizkarenz

Die Familienhospizkarenz gibt ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit, sich für die Begleitung sterbender Angehöriger oder schwersterkranker Kinder bei aufrechtem Arbeitsverhältnis vorübergehend karenzieren zu lassen.

Diese Form der Karenzierung ist für den ArbeitnehmerIn durch häufig auftretende Hürden leider oft schwer umsetzbar. Um diese Form der Betreuung, die für die Volkswirtschaft vergleichsweise günstig ist, für den ArbeitnehmerIn attraktiver zu gestalten muß unter anderem ein Anspruch auf Krankengeld gegeben sein.

Zur Zeit bestehen in der Krankenversicherung für die Dauer der Familienhospizkarenz jedoch nur Anspruche auf Sachleistungen (Krankenbehandlung, Medikamente).

Dieser Umstand kann Familien in denen Angehörige Schwerstkranken betreuen und die sich dadurch grundsätzlich schon in einem Ausnahmezustand befinden in finanzielle Schwierigkeiten bringen.

Durch die Karenz fällt das Einkommen weg. Hat der Betreuende nun einen Unfall wird zwar das Anschlußheilverfahren gezahlt, jedoch kann er die Betreuung seines Angehörigen nicht mehr ausführen, für den/die dann Betreuung zugekauft werden muß.

Die Vollversammlung der AK Kärnten möge daher beschließen:

Die Arbeiterkammer Kärnten fordert die österreichische Bundesregierung sowie den Gesetzgeber auf, einen Anspruch auf Krankengeld während der Familienhospizkarenz umzusetzen.

Dieser Antrag wurde von Daniela Deutsch eingereicht, am Freitag, 11. Juni 2010 in der Vollversammlung behandelt, und angenommen.

kaernten.arbeiterkammer.at/online/antrag-55596.html