Antrag: Auf Verankerung der Möglichkeit von Sabbaticals im Arbeitsvertragsrechtsanpassungsgesetz (AVRAG)

Von immer größerer Bedeutung sind Arbeitszeitmodelle die lebenslauforientiertes Arbeiten ermöglichen, das heißt auf die individuellen Lebensumstände der Mitarbeiter angepasst werden können. Eine flexible Arbeitszeitgestaltung ist dabei in allen Lebens- und Erwerbsphasen ein wichtiger Beitrag für die Motivation, aber auch zur Burnout- Vermeidung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es gibt bereits viele Gestaltungsmöglichkeiten mit gleitendem Übergang in den Ruhestand(Altersteilzeit), eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit, aber auch die so genannten Sabbaticals. Dabei finanziert der Dienstnehmer selbst eine Auszeit innerhalb seiner Berufslaufbahn ohne den Arbeitsplatz dabei zu verlieren. Beispielshaft spart er 4 Jahre bei vollzeitiger Arbeitszeit und 80%igen Bezug, für ein 5. Jahr in Freizeit ebenfalls bei 80%igen Bezug an. Diese Möglichkeit, welche natürlich auch in kürzeren Zeiträumen gestaltbar sein müsste, sollte zum Rechtsanspruch der Dienstnehmer werden. Eine diesbezügliche Bestimmung müsste dann im AVRAG verankert werden. Sollte ein Dienstverhältnis früher enden, so ist ein Lohnausgleich zu verankern.

Da gerade in der heutigen Zeit, auch mitten im Erwerbsleben, Auszeiten für physische und psychische Regeneration und Burnout-Vermeidung immer aktueller werden, wäre die Einführung von einseitig bestimmbaren Sabbaticals eine Verbesserung für das Ziel, bis zur Alterspension im Erwerbsleben verbleiben zu können.

Die Vollversammlung der AK-Kärnten fordert die Bundesregierung auf, eine gesetzliche Änderung im AVRAG herbeizuführen, die es ermöglicht, dass Arbeitnehmer so genannte Sabbaticals in einer gewissen Bandbreite einseitig in Anspruch nehmen können.

Dieser Antrag wurde von Daniela Deutsch eingereicht, am Donnerstag, 8. November 2012 in der Vollversammlung behandelt, und angenommen.

kaernten.arbeiterkammer.at/online/antrag-69770.html?REFP=2478