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BALANCE STATT BURN-OUT

Arbeit ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor. Arbeit findet nicht abgetrennt vom restlichen Leben statt.

Arbeit ist auch: Existenz begründend, Identität stiftend, Sinn gebend, Gemeinschaft stärkend. Diesen Funktionen müssen ArbeitgeberInnen auch Rechnung tragen.

Gleichzeitig darf Arbeit nicht zum alleinigen Gesellschafts- und Lebenszweck werden: Es braucht eine gesunde Balance zu Erholung, Familienleben und Kindererziehung, Rücksicht auf die Umwelt, Ehrenamtliche Tätigkeiten zum Wohl der Gesellschaft (Feuerwehr, Rettung…) und die Möglichkeit planbarer Freizeitgestaltung.

Der Abbau des massiven Überstundenberges in unseren Betrieben schafft Arbeitsplätze und verhindert bei überlasteten ArbeitnehmerInnen „Burn Out“ und Ausbeutung. Auch ArbeitgeberInnen profitieren letztlich von gesunden, ausgeglichenen MitarbeiterInnen, denn jeder Ausfall wegen Burn Out kommt den Unternehmen teuer.

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GLEICHSTELLUNG VON MANN UND FRAU

Gleiches Geld für gleiche Arbeit, gleiche Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten – diese Uraltforderungen gehören endlich umgesetzt.

Die halbherzigen Lippenbekenntnisse der anderen Parteien kosten vielen Frauen ihre Karriere und senken ihren Lebensverdienst und ihre Pension. Das kann nicht länger hingenommen werden.

Eine Service-Plattform für ArbeitnehmerInnen soll eingerichtet werden, die bei Mobbing und Diskriminierung rasch und auf Wunsch garantiert anonym berät und hilft – bis hin zum Einsatz von MediatorInnen. Ein gutes Betriebsklima motiviert und hebt die Leistung.

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ENERGIEWENDE AUCH IN DER ARBEITSWELT

Investitionen in Alternative Energien bringen Arbeitsplätze, weil Geld, das bisher ins Ausland geflossen ist, in Kärnten und für KärntnerInnen verwendet werden kann. Das stärkt den Standort.

Mit dem Einzug von Ökostrom und Fairtrade-Produkten in manche Unternehmen wurde bereits ein „grüner Akzent“ gesetzt. Solche Aktionen gilt es auszuweiten.

ArbeitnehmerInnen in Kärnten wenden durch die steigenden Treibstoffpreise immer mehr Geld fürs Pendeln auf. Das muss ein Ende haben! Die Grünen sorgen für einen flächendeckenden Ausbau, eine sinnvolle, häufigere Taktung des öffentlichen Verkehrs und die bessere Anbindung von Gewerbegebieten an den öffentlichen Verkehr. Österreichticket und billigere Jahres- und Monatskarten sollen es ermöglichen, dass der in manchen Regionen bereits erreichte Trend zum Umstieg auf bequemes, sicheres, leistbares Pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter anhält. Allen ArbeitnehmerInnen soll es möglich sein, ihren Arbeitsplatz öffentlich zu erreichen.

EXISTENZ SICHERN STATT REICHE REICHER MACHEN!

Viele Menschen können sich trotz Arbeit ihr Leben kaum mehr leisten. Doch die reichsten 300 Menschen der Welt besitzen so viel wie die ärmsten drei Milliarden. Wir brauchen mehr Verteilungsgerechtigkeit!

Unser Geld fließt von unten nach oben, von Fleißig-Arm zu Reich. Milliardengewinne werden von Privaten abgeschöpft, Verluste hingegen vergesellschaftet. Staaten werden verpflichtet, den Superreichen ihre Gewinne zu garantieren. Auch wir in Österreich sind davor nicht sicher – auch Österreich musste schon entsprechende Verträge unterzeichnen, weitere drohen uns. Wo ist da die Balance?

Ich will die an keine Bedingungen gebundene Grundversorgung im Arbeitnehmerparlament zum Thema zu machen, da diese aus meiner Sicht ein erster Schritt in Richtung mehr Verteilungsgerechtigkeit und Existenzabsicherung für alle ist.

Birgit Niederl war alleinerziehende Mutter ihrer mittlerweilen 22jährigen Tochter und ist seit 30 Jahren als Zahntechnikerin im Klinikum Klagenfurt beschäftigt.

Sie vertritt seit 2012 gemeinsam mit Daniela Deutsch die Grünen und Unabhängigen Gewerkschafterinnen in der AK Kärnten.

35-STUNDEN-WOCHE SCHAFFT ARBEITSPLÄTZE!

Stoppt Privatisierungen! Die Daseinsvorsorge (Post, Krankenhäuser, Energieversorgung, Schulen, Universitäten, öffentlicher Verkehr, Wasser etc.) muss in öffentlicher Hand bleiben. Alle Ausgliederungen, die sich nicht bewährt haben und weder für die Beschäftigten noch für die Leistungserbringung, noch für die demokratische Kontrolle, noch wirtschaftlich Sinn machten, sind rückgängig zu machen.

Die öffentliche Hand muss wieder aktiver Player in der Industriepolitik werden. Die ÖIAG muss sich als öffentliche Beteiligungsgesellschaft statt als Privatisierungsagentur begreifen und auch in der Lage sein, wieder strategische Beteiligungen an Industrieunternehmen aus beschäftigungs-, gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Überlegungen zu erwerben.

35-Stunden-Woche für alle, so lautet meine Forderung. Das schafft mehr Jobs - statt unerträglicher Überstundenbelastung für einige wenige.

Günter Schwarz, 44
Beschäftigt seit 1984 bei der Österreichischen Post

HIRN STATT PARTEIBUCH!

Daniela Deutsch ist seit 2009 Kammerrätin der Grünen und unabhängigen GewerkschafterInnen in der Arbeiterkammer Kärnten.

Sie arbeitet als Diplomkrankenschwester im Klinikum Klagenfurt, ist also keine Berufs-Politikerin oder Berufs-Gewerkschafterin. Diese Unabhängigkeit ist für Daniela Deutsch wichtig, sie fordert „AbeitnehmerInnen in die Arbeiterkammer - Hirn statt Parteibuch!“

MEHR ÖFFENTLICHER VERKEHR ZU LEISTBAREN TARIFEN!

Günstige Jahres- und Monatskarten sind ein Anreiz, das Auto auf dem täglichen Weg zur Arbeit stehen zu lassen.

Immer mehr Berufstätige nutzen öffentliche Verkehrsmittel, um zur Arbeit zu fahren. Um die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes auch außerhalb der Ballungszentren zu gewährleisten, müssen die öffentlichen Verkehrsverbindungen ausgebaut werden. Ich fordere:

  • Flächendeckender Öffi-Ausbau
  • Halb- und Viertelstundentakt in Ballungsräumen, auch an Wochenenden
  • Abstimmung der Fahrpläne und Anbindung von Einkaufszentren und Gewerbezonen ans Öffi-Netz
  • Österreichticket sowie günstige Jahres- und Monatskarten

WAHLVORSCHLAG / LISTE

  1. Birgit Niederl
  2. Günter Schwarz
  3. Daniela Deutsch
  4. Martina Wiltschnig
  5. Wolfgang Meschnig
  6. Harald Fasser
  7. Barbara Maier
  8. David Dapra
  9. Barbara Kalles
  10. Herbert Lechner
  11. Birgit Al-Bailey
  12. Sepp Götz
  13. Sabina Schautzer
  14. Wolf-Dieter Wegmann